vhs wissen live
Mit »vhs wissen live« erleben Sie hochkarätige Vorträge mit renommierten Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Politik, Gesellschaft und Kultur. Die Veranstaltungsreihe bringt aktuelle Themen und wichtige Debatten verständlich und fundiert näher. Ob Klimawandel, Demokratie, Digitalisierung, gesellschaftlicher Wandel oder neue wissenschaftliche Erkenntnisse: Die Reihe lädt Sie dazu ein, sich mit den Fragen unserer Zeit auseinanderzusetzen und unterschiedliche Perspektiven kennenzulernen. Alle Vorträge sind kostenfrei und finden als reine Onlineveranstaltung statt.
Kurse (15)
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vhs wissen live: Stonehenge: Uralte Geheimnisse und neue Entdeckungen
Was verbirgt sich hinter dem mysteriösen Steinkreis Stonehenge? Dr. Heiner Schwarzberg, Leiter der Abteilung Vorgeschichte an der Archäologischen Staatssammlung München, nimmt uns mit auf einen virtuellen Rundgang durch die Sonderschau »STONEHENGE – Uralte Geheimnisse, neue Entdeckungen«. Die Ausstellung präsentiert vom 18. September 2026 bis zum 29. August 2027 moderne Forschungserkenntnisse zum weltberühmten Megalith-Bauwerk in England. Gemeinsam entdecken wir die Entwicklung der Anlage und die Menschen, die Stonehenge vor über 5000 Jahren geschaffen und genutzt haben. Zahlreiche originale Funde machen die Sonderschau zu einem einzigartigen Erlebnis.
vhs wissen live: Vertrauen in die Wissenschaft: Zwischen Expertise und Skepsis
Warum vertrauen wir der Wissenschaft – oder auch nicht? Wissenschaft prägt unser Leben in hohem Maße – von Medizin und Klimaforschung bis hin zu Künstlicher Intelligenz – und doch ist Vertrauen in Forschung heute keine Selbstverständlichkeit mehr. Prof. Mike Schäfer, Professor für Wissenschaftskommunikation an der Universität Zürich, nimmt uns mit in die Welt der öffentlichen Wissenschaftswahrnehmung. Er erforscht, wie Themen wie Klimawandel, Künstliche Intelligenz oder Biotechnologie in Medien und digitalen Plattformen verhandelt werden und was Bürgerinnen und Bürger über Wissenschaft denken. Gemeinsam gehen wir der Frage nach, warum Vertrauen in manchen gesellschaftlichen Gruppen stabil bleibt und in anderen erodiert.
vhs wissen live: Deutsch-jüdische und israelische Literatur: Ein Gespräch zwischen Michael Krüger und Jakob Hessing
Was verbindet deutsche und israelische Literatur – und wo trennen sich ihre Wege? Seit Heinrich Heine sind jüdische Autorinnen und Autoren ein wichtiger Bestandteil der deutschen Literatur, und seit den 1980er Jahren sind auch israelische Namen wie Amos Oz, Zeruya Shalev oder David Grossman auf dem deutschen Buchmarkt sehr präsent. Michael Krüger, Dichter und Verleger, kennt viele israelische Autoren persönlich. Prof. Dr. Jakob Hessing, Autor und Germanist an der Hebräischen Universität in Jerusalem, erforscht die Geschichte der deutsch-jüdischen Literatur. Gemeinsam gehen wir mit den beiden der Frage nach, was die sogenannte »deutsch-jüdische Symbiose« ausmacht – und warum dieser Begriff heute kaum noch verwendet wird. In einem Gespräch nehmen uns Krüger und Hessing mit auf eine literarische Reise durch zwei Kulturen und ihre verflochtene Geschichte.
vhs wissen live: Kohlendioxid als Rohstoff: Wie schließen wir den Kreislauf
Wie können wir langfristig unsere Rohstoffbasis diversifizieren und dabei technologische Führungsfähigkeit sichern? Erdöl und Erdgas bleiben trotz des wachsenden Angebots an alternativer Energie zentral für Energiesicherheit, wirtschaftliche Stabilität und die chemische Industrie. Doch die Nutzung von Kohlendioxid und Methan eröffnet vielversprechende Wege, Kohlenstoff effizienter im Kreislauf zu führen. Prof. Dr. Claus Daniel, Leiter des Advanced Energy Technologies Directorate am Argonne National Laboratory und Professor an der University of Chicago Pritzker School of Molecular Engineering, nimmt uns mit in die Welt der modernen Energieforschung. Gemeinsam gehen wir der Frage nach, welche Forschungsansätze besonders vielversprechend sind und wie der Transfer von der Grundlagenforschung in die Anwendung gelingen kann. Dabei werfen wir auch einen Blick auf die Integration von Katalyse, KI-gestützter Werkstoffforschung und skalierbarer Ingenieurtechnik als Schlüsseltechnologien der Zukunft.
vhs wissen live: Die Abschottung der Welt: Als Juden vor verschlossenen Grenzen standen (1933–1945)
Warum fanden so viele jüdische Flüchtlinge in der NS-Zeit keinen sicheren Zufluchtsort? Während Deutschland Juden verfolgte und drangsalierte, schlossen potenzielle Zufluchtsstaaten ihre Grenzen. Auch die Konferenz von Évian im Juli 1938 endete ohne Ergebnis. Dr. Susanne Heim, Historikerin und Politikwissenschaftlerin, nimmt uns mit in dieses dunkle Kapitel internationaler Flüchtlingspolitik. Sie war Projektleiterin der wissenschaftlichen Edition »Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933 bis 1945« und hat an führenden Institutionen und Archiven in Jerusalem, Washington und New York geforscht. Gemeinsam gehen wir der Frage nach, warum die internationale Gemeinschaft versagte – und welche verzweifelten Wege Juden gingen, um sich dennoch in Sicherheit zu bringen.
vhs wissen live: Versunkene Welten: Ruinenstädte in der Antike von Troja bis Pompeji
Wie blickten die Menschen der Antike selbst auf ihre Ruinen – und was sahen sie darin? Heute spazieren Millionen Besucher voller Bewunderung durch antike Ruinenstätten und stellen sich vor, wie der Alltag damals ausgesehen haben mag – doch Nostalgie angesichts des Untergangs alter Kulturen ist ein modernes Phänomen. Im Altertum wurden zerstörte Städte wesentlich pragmatischer betrachtet: Ruinen hatten nichts Positives an sich, sie wurden entweder beseitigt oder schlichtweg ignoriert. Prof. Dr. Martin Zimmermann, Historiker an der Ludwig-Maximilians-Universität München, nimmt uns mit auf eine Reise durch die antike Wahrnehmung bedeutender Stätten wie Troja, Mykene, Ninive und Pompeji. Gemeinsam entdecken wir, wie weit unser heutiger Blick auf die Antike von dem der Menschen damals entfernt ist.
vhs wissen live: Künstliche Intelligenz und Bildung: Lernen mit und lernen trotz KI
Wie können wir KI nutzen, ohne dabei wichtige Kompetenzen zu verlieren? Künstliche Intelligenz wird zunehmend Teil von Alltag, Arbeitswelt und Schule. Sie kann uns bei komplexen Aufgaben unterstützen und Lernprozesse begleiten, birgt jedoch auch das Risiko, dass wesentliche Fähigkeiten verloren gehen oder gar nicht erst erworben werden. Prof. Dr. Ute Schmid, Professorin für Kognitive Systeme an der Universität Bamberg und Mitglied im Bayerischen KI-Rat, forscht seit vielen Jahren im Bereich Künstliche Intelligenz mit Fokus auf menschenähnliches maschinelles Lernen. Sie nimmt uns mit in die Frage, wie KI-Systeme und deren Nutzung so gestaltet werden können, dass sie uns stärken statt ersetzen. Gemeinsam entdecken wir, welche Ansätze vielversprechend sind, um den verantwortungsvollen Umgang mit KI in Bildung und Gesellschaft zu fördern.
vhs wissen live: Wie einfach kann ein lebendes System sein?
Wie entsteht Leben? Und lässt sich eine Zelle aus ihren einfachsten Bausteinen nachbauen? Selbst die einfachsten Zellen auf der Erde sind unglaublich komplex, und noch immer wissen wir nicht, wie die erste Zelle überhaupt entstanden sein könnte. Prof. Dr. Petra Schwille, Leiterin der Abteilung Zelluläre und Molekulare Biophysik am Max-Planck-Institut für Biochemie und Honorarprofessorin an der LMU München, nimmt uns mit in die faszinierende Welt der Synthetischen Biologie. Gemeinsam entdecken wir, wie wesentliche Prozesse des Lebens aus einfachen biologischen Bausteinen nachgebildet werden können und was das über die physikalischen und chemischen Bedingungen verrät, die aus einem chemischen System ein biologisches machen. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der Zellteilung: Wie lässt sich ein molekulares System aufbauen, das Membranvesikel autonom in zwei Tochterzellen teilen kann?
vhs wissen live: Konrad Adenauer: Kanzler nach der Katastrophe
Was macht Konrad Adenauer zu einer der prägendsten Figuren in der deutschen Nachkriegsgeschichte? Er bildete 1949 die erste Bundesregierung, verankerte die junge Demokratie im Westen und legte die Fundamente für Wohlstand und Frieden in der Bundesrepublik. Doch Adenauer ist auch derjenige, der die deutsche Teilung in Kauf nahm und Millionen Landsleuten ein Beschweigen ihrer Vergangenheit ermöglichte. Prof. Dr. Norbert Frei, renommierter Zeithistoriker an der Friedrich-Schiller-Universität Jena, nimmt uns zum 150. Geburtstag des Gründungskanzlers mit auf eine unbestechliche Spurensuche. Gemeinsam werfen wir einen kritischen Blick auf den Mann, der die deutsche Geschichte nach 1945 geprägt hat wie niemand sonst.
vhs wissen live: Kunst im Ohr: Ein Livestream für alle Sinne
Was verbindet bedeutende Kunstwerke der Neuen Pinakothek in München mit denen der Hamburger Kunsthalle? Andrea Weniger, Leiterin der Bildung und Vermittlung an der Hamburger Kunsthalle, und Jochen Meister, Kunsthistoriker an der Neuen Pinakothek in München, tauschen mit uns ihre Begeisterung für große Kunstwerke.
vhs wissen live: Not am Mann: Die Erfindung toxischer Männlichkeit
Was passiert, wenn eine Gesellschaft aufhört, Männern Geschichten zu erzählen, in denen sie sich wiederfinden können? Zwischen Kinoleinwand und Kommentarspalten, zwischen #metoo und Rechtsextremismus hat Popkultur, Politik und Medien ein Vakuum hinterlassen, das rechte Influencer und toxische Männerforen nur allzu bereitwillig füllen. Dr. Eva Ladipo, Journalistin und Autorin des 2026 bei Reclam erschienenen Buches »Not am Mann«, nimmt uns mit in eine scharfsinnige Analyse der Krise moderner Männlichkeitsbilder. Gemeinsam gehen wir der Frage nach, wer über Männlichkeit spricht und wer das Feld besetzt, wenn andere schweigen.
vhs wissen live: Gottes Zeit: Jüdische, christliche und pagane Zeitvorstellungen und Zeiterfahrungen in der Antike
War das Leben in der Antike gemütlicher als heute oder kannten die Menschen damals ähnlichen Stress und ähnliche Zukunftsängste? In Judentum wie Christentum gab es Gruppen, die ein schreckliches Ende aller Weltzeit erwarteten, und im Alltag konkurrierten religiöse Zeitrechnungen mit politischen Chronologien nach Kaisern und Konsulen. Prof. Dr. Christoph Markschies, Professor für Antikes Christentum an der Humboldt-Universität zu Berlin und Präsident der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, nimmt uns mit in die Welt antiker Zeitwahrnehmung und Zukunftsvorstellungen. Er stellt uns kurzgefasst die Inhalte eines neuen Buches vor, an dem er derzeit arbeitet. Gemeinsam gehen wir der Frage nach, was all das mit Religion zu tun hatte und wie verbreitet apokalyptische Szenarien im Alltag der antiken Welt wirklich waren.
vhs wissen live: Die Bischofskirche von Ostia
Was verrät uns eine der ältesten erhaltenen Kirchen der Welt über die Anfänge christlicher Sakralarchitektur? Die Bischofskirche von Ostia, der Hafenstadt Roms, wurde von Konstantin dem Großen kurz nach der Legalisierung des Christentums gestiftet und ist nie nachträglich überbaut worden. Damit lässt sich hier einmalig ablesen, wie eine Kirche aus der Zeit zwischen 320 und 330 ausgesehen und gewirkt haben muss. Seit 2023 graben die Universitäten Bonn und Köln gemeinsam mit dem Deutschen Archäologischen Institut in Rom und der Universität La Sapienza das Gelände aus. Dr. Sabine Feist, die Christliche Archäologie an der Universität Bonn lehrt, nimmt uns mit in die bisherigen Grabungskampagnen und zeigt uns, was die Forschung bislang ans Licht gebracht hat.
vhs wissen live: Schönheit der Astrophysik
Warum sind astronomische Aufnahmen so faszinierend, und was steckt hinter ihrer Schönheit? Weltraumteleskope wie Hubble oder James Webb liefern Bilder, die uns immer wieder in ihren Bann ziehen. Dr. Andreas Müller, Astrophysiker und Chefredakteur von »Sterne und Weltraum«, nimmt uns mit in die Welt der astronomischen Bildgebung und tritt den Beweis an, dass die Schönheit dieser Aufnahmen noch tiefer empfunden wird, wenn man sie mit wissenschaftlichem Hintergrundwissen betrachtet. Gemeinsam entdecken wir, welche Instrumente und Methoden der Astrophysik hinter den atemberaubendsten Bildern des Universums stecken und was uns diese Aufnahmen über die Geheimnisse des Kosmos verraten.
vhs wissen live: Die Frage von Krieg und Frieden im Völkerrecht
Wie steht es um das völkerrechtliche Verbot militärischer Gewalt? Und welche Zukunft hat die internationale Friedenssicherung? Seit 1945 bildet das Verbot der Anwendung militärischer Gewalt die Grundnorm der Völkerrechtsordnung, doch die aktuellen politischen Entwicklungen stellen dieses Fundament vor gewaltige Herausforderungen. Prof. Dr. Dr. Claus Kreß, Professor für Strafrecht und Völkerrecht an der Universität zu Köln, Richter ad hoc am Internationalen Gerichtshof in Den Haag und Sonderberater des Anklägers des Internationalen Strafgerichtshofs, nimmt uns mit in die Geschichte und Systematik des Völkerrechts der Friedenssicherung. Gemeinsam beleuchten wir sowohl die historischen Wurzeln dieser Grundnorm als auch ihre denkbaren Zukunftsperspektiven. Im Anschluss besteht die Gelegenheit zur Diskussion.